Paterson, ein Film für Poeten

Gestern den Film Paterson (Regisseur Jim Jarmusch) gesehen.

Paterson ist Busfahrer in der gleichnamigen Stadt Paterson, einem grandiosen Kaff, in dem die Leben der Einwohner maximal ereignislos sind. Eins der sparsamen Highlights des Kaffs ist der freundliche Umgang nahezu sämtlicher Einwohner miteinander. Ausgerechnet Paterson gewinnt dem trögen Dasein Poesie ab. Er ist umfassend gebildet und ein begabter Dichter. Bevor er mit der Arbeit beginnt, schreibt er kurze Gedichte in sein kleines Notizbuch, und auch jede Arbeitspause nutzt er hierfür. Zunehmend wird alles Poesie, selbst Sätze der Barbesucher der muffigen Bar, in der Paterson allabendlich um dieselbe Zeit sein Bier trinkt, erscheinen poetisch.

Ich sehe schon Hunderte von Filmgängern irgendwo in der Stadt oder im Grünen auf Bänken, Mäuerchen, Mülltonnen sitzen und Gedichte in ihre Notizbücher kritzeln.

 

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