Der Regisseur neu

Der Regisseur, Thriller, 2019, 432 Seiten

 

Kleinknecht_Regisseur_EBOOK - klein

Das Ebook erscheint am 31. Oktober, 2019.

Vorbestellung für 99 Cent hier.

 

 

Das Taschenbuch gibt es hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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„Litten die meisten nicht vor allem darunter, dass ihnen nichts Besonderes widerfuhr? Oder dass sie das Unglück völlig unvorbereitet und zusammenhanglos traf? Ganz anders, wenn sich das Desaster in einen Kontext einordnete, das Leben einer sinnvollen Fortsetzung glich. Das Leben ein Film. So in etwa. Und das schrecklichste Ende war nicht schrecklich, solange es noch gut interpretiert werden konnte.“

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Inhalt

Der Regisseur Vittorio Angelotti ist ein Machtmensch, der ohne Skrupel manipuliert und erpresst. Gerade das übt auf andere einen morbiden Reiz aus. Liegt im Leiden nicht die wahre Lust? Er inszeniert sein Leben wie seine Filme. Ihn interessiert nur eins: sein erotisches Vergnügen, die Suche nach dem ultimativen Glückskick.
Doch dann überschreitet Angelotti bei seinem »Spiel« die Grenze zum Verbrechen und gerät in eine Mordintrige.
Hält er wirklich noch alle Fäden in der Hand? Oder ist er vom Handelnden längst zum Spielball geworden?
 

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„Von drinnen hörte man Schreie, als würde jemand gemartert, Schreie in regelmäßigen Abständen. „Lustgeschrei!“, schimpfte Giulio und verließ mit zusammengebissenen Zähnen die Villa.“

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Rezensionen (eine Auswahl):

„Der Regisseur ist einzigartig unverblümt, provokant, brutal und hat das Zeug zum Bestseller.“ (cor) Kulturnews.

„Ich empfehle den Roman „Der Regisseur“ von Olivia Kleinknecht. Ein diabolischer Don Giovanni, ein Extremist der Spaßgesellschaft, der für die Ausschüttung seiner Glückshormone auch vor einem Mord nicht zurückschreckt: In der flirrenden Sommerhitze Roms inszeniert er nicht nur monströse Filme, sondern manipuliert auch die Wirklichkeit und lehrt – ob Putzfrau oder Kardinal – die Wonnen ungezügelter Fleischlichkeit.“ Literatur-Tipp, Peter M. Hetzel, Focus.

„Die Filmindustrie ist das ideale Jagdgelände für Machterotiker vom Schlage des Vittorio Angelotti. Er ist berühmt. Er kann sich, in jeder Bedeutung des Wortes, alles leisten. Nichts hält ihn auf. Er kann alle und alles haben. Auch Marco, den vierzehnjährigen Sohn seiner Aufwartefrau, den er grausam entjungfert. Den geschniegelten Kurienkardinal, dessen unterdrückte Wünsche er gewaltsam erfüllt. Er hat Mia, seine Drehbuchautorin. Er hat Giulia, die ihren widerwärtigen Gatten Bruno abschlachten lässt, was ihm selber erlaubt, einen realen Mord zu begehen: Höhepunkt seines Verlangens nach Allmacht. Das Motiv der rauschhaften Erhöhung des Glücks durch Angstlust, die Schmerzlust, durch den Verlust des Ichs und den Tod: Aus ihm nährt sich die düstere Grundmelodie des zweiten Romans von Olivia Kleinknecht, der ein formidabler und zugleich beunruhigender Beweis ihrer stilistischen und kompositorischen Begabung ist.“ Klaus Harpprecht“, Tagesanzeiger.

„Vittorio Angelotti scheint der Mann zu sein, der das vollständige Vergessen des Augenblicks ermöglicht. Frauen wie Männer stillen seinen sexuellen Appetit. Den perfekten Auftritt zu inszenieren, gehört zu den leichtesten Übungen des Regisseurs, der gerade mit dem Film “Il Papa“ die Grenze des guten Geschmacks ausgelotet hat. Aber auch in der Realität will er die Fäden nicht aus der Hand geben. Da ist Giulia, die aus Verbitterung über die Mühseligkeit ihres Alltags ihren tyrannischen Ehemann umbringen will. Oder die Prostituierte, die sich in seltener Souveränität ihrer Klientel bedient, aber den seelenlosen Sex im Kaufrausch kompensiert. Oder Mia, die als Drehbuchautorin zur Sklavin ihres Auftraggebers wird. Alle werden sie von Vittorio manipuliert. Egomanisch mischt er Leiden und Freuden, Genuss und Schmerz. So wundert es nicht, dass dieser diabolische Don Giovanni nach dem letzten Kick der Selbstbefriedigung sucht und ihn in der Auslöschung eines Menschen zu finden hofft. Am Ende kann er nicht mehr zwischen Film und Realität unterscheiden und verfällt dem Wahn. Wer Gott spielen will, um in metaphysische Dimensionen vorzustoßen, betreibt die eigene Selbstauslöschung.“ Peter M. Hetzel, Schweizer Illustrierte.

„Vor allem die ungerührte, klischeelose Darstellung weiblicher Triebhaftigkeit und masochistischer Unterwerfungslust muss als die Errungenschaft einer neuen, freieren Autorinnengeneration gewertet werden, die in Deutschland so zum ersten Mal zu Wort kommt. In der Analyse einer sich selbst in den seelischen Ruin treibenden Spaßgesellschaft ähnelt Olivia Kleinknechts Werk dem des französischen Provokateurs Michel Houellebecq.“ Ulrike Sarkany, NDR.

„Ein gewaltiges Szenario aus Liebe, Leidenschaft und vor allem Zügellosigkeit.“ Thomas Wanhoff, Frankfurter Neue Presse.

„Olivia Kleinknecht war noch nie ein Fall für harmlose Geschichten.“ Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten.

„Kleinknecht schreibt besonders perfide.“ Verena Mayer, Stuttgarter Zeitung.

„Exquisite Grausamkeiten in sehr gepflegter Sprache. Amüsiert liest man sich durch die Monstrositäten.“ Thomas Widmer, Facts.

„Dieses „Drehbuch“ wäre wie geschaffen für Regisseure wie Fellini oder Kubrick, es schreit förmlich nach schönen Bildern, die den Lebensekel bannen. Reinhold E. Laubersheimer, Rhein-Neckar-Zeitung.

„A singularly risky novel by a woman about men in an excentric search for pleasure beyond the usual limits of erotic hedonism.“ Carl Djerassi.

 

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Mini-Leseprobe S. 33 – S. 39

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„Sobald ihr das blutige häusliche Massaker in ihrer Vorstellung befriedigend gelungen war, beschwor sie den Augenblick nach der geglückten Tat. Ein Glas zuckerigen Amaretto di Saronno in der Hand betrachtete sie bequem vom Sessel aus Brunos Leiche, triumphierend, wie ein Jäger das erlegte Wild. Nach einer solchen Tat musste sie sich zuerst einmal banal entspannen.“

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Leseprobe

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„Diejenigen, die ihre Leidenschaften lebten, wurden nie von ihnen verzehrt, wie man es fälschlich im gewöhnlichen Sprachgebrauch annahm. Es passierte bloß denen, die sie nicht lebten. Und befreiten sich diese Armen, vom Leben Ausgeschlossenen, nicht, wie hier, im einmaligen Exzess, marterte sie ein langes Siechtum zu Tode, das jeden gesunden vitalen Impuls auffraß.“

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Interview

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„Im Sinnlosen sehen Sie das Böse?“

„In allem, dem die bedachte Richtung fehlt. In der Beliebigkeit.“

„Nicht in der Verführung, im Zufügen von Leid und Zerstörung?“

„Das Teuflische ist nicht das Leid, Eccellenza, sondern wenn dem Leid sein intelligenter Zweck entzogen wurde. Es ist das stumpfe Leiden, das einem niemand mit genauem Bedacht zufügt.“

 

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Rezensionen

Caro

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Der Regisseur Band 2

 Kein Kuss

 

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Englische Fassung: THE DIRECTOR – Leseprobe

 

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