Schwarm

 

Schwarm

 

Erotischer Roman

Circa 300 Seiten

Erscheint hoffentlich bald.

 

Inhalt

Ort: Rom.

Die Protagonisten: bewegen sich wie Mücken in einem Schwarm beliebig, sinnlos hin und her, verlassen jedoch nicht die engen Grenzen des Schwarms. Auch wenn ihre Bewegungen beliebig sind, hält sie irgendetwas (Unwesentliches) zusammen.

Im Zentrum steht der pensionierte Herr Ringtir. Seit er die dreissig Jahre jüngere Silvia geehelicht hat, steigert er sich in einen erotischen Wahn. Eines Tages ist Silvia mit Sack und Pack davon:

Ich stieg hinauf, ich wartete vor der Tür, um nicht atemlos einzutreten, ich roch an mir, strich mein Haar zurück, ich setzte mein strahlendes, zweideutiges Lächeln auf, mein Eroberer Lächeln, mein Ficklächeln, ich war bereit, in meine kleine rosa Welt einzudringen, bereit zu streicheln, schmecken, saugen, stöhnen, ich war bereit, mich hinzugeben. Als ich klopfte, nichts. Als ich eintrat, keine Silvia. Als ich mich umsah: die Schränke leer, die Schubladen leer, sämtliche Kleider fort, kein Schmuck mehr im Safe. Dann der Anruf der Detektive: Um zwei sei ein Möbelwagen vor mein Haus gefahren, während zweier Stunden seien Kisten und Koffer eingeladen worden. Meine Frau sei mit den Packern mitgefahren. Da ich im Club nie erreichbar bin, erfahre ich es erst jetzt. Ich gehe durchs gesamte Haus, kontrolliere. Alle ihre Sachen sind fort, als hätte sie nie hier gelebt, selbst Nippes und antike Möbel, die ich ihr gekauft habe. Nichts von ihr ist mehr hier, nicht einmal Kosmetika im Bad. Es reißt ein Loch in mein Hirn, es ist unleugbar. Sie ist ausgezogen. Sie ist ausgezogen und hat alle Spuren ihrer Anwesenheit in meinem Haus restlos getilgt. Wohin? Wohin ist sie? Spielt es noch eine Rolle? Die Detektive teilen mir mit, sie hätten sie verloren, der Lastwagen sei über eine rote Ampel gefahren, nur unter Lebensgefahr hätten sie sich anhängen können. Sie ist also an einem Ort, der mir entgeht. Sie ist meiner Überwachung entschlüpft. Ich werde ihre Stimme, ihre Geräusche, ihr Umfeld nicht mehr hören, sie in Gedanken nicht mehr an ihrem Schreibtisch in der Reeder-Vereinigung, nicht mehr in meinem Haus wissen, nicht mehr bei ihren Freundinnen, nicht mehr beim Einkaufen in den Straßen der Stadt, in keinem Café, bei keinem Friseur, in keinem Kosmetiksalon. Sie ist mir entglitten ins Nichts, ins Unvorstellbare. Sie ist fort, als sei sie tot, mit dem Unterschied, dass nicht einmal eine Grabstätte bleibt…

Nach langen, teuren Mühen findet Herr Ringtir heraus, weshalb Silvia Hals über Kopf auszog. Die Gründe sind, um es mal vage zu formulieren, nicht die üblichen, nicht die, die man in der Situation erwarten würde. Weshalb die Geschichte dann auch nicht die Wendung nimmt, die unter vernünftigen Umständen zu erwarten wäre…

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Es geht um eine Gesellschaft, die um Nichtigkeiten kreist. Kleinste, unbedeutende Anlässe führen zu großen Entscheidungen, die dann ebenso leicht und unsinnig wieder rückgängig gemacht werden. Im Schwarm regiert Idiotie. Und doch stürzt nicht alles ins Chaos, bildet der Schwarm nach außen eine zusammenhängende Wolke.

 

Perspektive: Ich muss mich entschuldigen… Ich habe die Ich-Perspektive gewählt. Ich schlüpfte während des Schreibens in die männliche Figur. So konnte ich mich besser in sie hinein versetzen.

 

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