What you see is what you get?

 

„Laut dpa und sda hat Putin Trump einen partnerschaftlichen Dialog angeboten. Die Grundlage dafür sei die Nicht-Einmischung in die jeweiligen internen Angelegenheiten. Was hältst du davon, Olivia?“ „Hm, ich frage mich, was Putin mit internen Angelegenheiten meint.“ „Du stellst dir langsam dieselben Fragen wie ich. Umfassen interne Angelegenheiten die gesamte ehemalige Sowjetunion? Und dann noch den ehemaligen sowjetischen Einflussbereich? Dann gehört bizarrerweise auch noch Deutschland dazu …“ „Das muss Trump herausfinden. Da ist er nicht zu beneiden. Putin wird ihn im Unklaren lassen. Bis er Tatsachen schaffen kann.“ „Trump wird schlecht mit der Hoffnung leben können, die internen Angelegenheiten seien etwa nur auf Russland begrenzt. Als Geschäftsmann gilt für ihn hope is not a basis for longterm investment.“ „Ja, glaubst du dann, Garfield, sie kommen zum Konkreten?“ „Vielleicht machen sie einen Deal. Putins Bereich ist die ehemalige Sowjetunion. Staaten, die zur Nato oder EU gehören, sind sakrosankt.“ „Ich halte es für unwahrscheinlich, dass es in der Außenpolitik zu schnellen Deals kommt. Im Geschäftsleben machst du den schnellen Deal, in der Politik lassen sich die Spieler oft jahrelang hängen, es sind ja auch viel mehr Spieler beteiligt, und die Interessenlage ist unübersichtlicher. Das ist neu für Trump.“ „Neu wird für Trump auch die Redeweise sein. Im Geschäftsleben redest du nicht lange drum herum; what you see is what you get. In der Politik sagst du etwa, du willst keine Einmischung in interne Angelegenheiten, meinst aber, du willst ungestört sein bei der Aufteilung der Welt.“trump-und-putin

Die Spaltung

„Garfield, du sagtest, Trump sei ein Geschäftsmann und deshalb würde es nicht so schlimm kommen, wie viele befürchten.“ „Ich kann nicht wissen, wie es kommt. Wenn du etwas nicht weißt, dann kannst du einfach mal durchspielen, was wäre der schlechteste Fall und was der beste, und dann gibt es noch die Fälle dazwischen.“ „Gestern habe ich im italienischen Fernsehen gehört, dass der Trumpsieg in der russischen Duma mit Champagner gefeiert worden sei. Der schlechteste Fall wäre für mich, Trump und Putin teilen sich die Welt auf. Ade Menschen- und Freiheitsrechte.“ „Bevor das passiert, wird er erschossen … Ich denke an einen schlechten Fall, der etwas wahrscheinlicher ist. Trump gibt Geld für Infrastrukturprojekte aus, das der amerikanische Staat nicht hat. Er muss die europäischen Verbündeten und die Verbündeten der NATO abzocken. Es wird ihm ähnlich wie Hitler ergehen. Der brachte mit riesigen Infrastrukturprojekten die Leute wieder in Arbeit, der Staat war aber in der Folge pleite, das Regime begann in die Nachbarländer einzufallen und die auszurauben, von den einverleibten jüdischen Vermögen ganz zu schweigen. Amerika gewährt Schutz nur noch gegen Bezahlung.“ „Hm, düster. Da muss ich an die Schutzgelderpressungen der Mafia denken.“ „Düster, ja. Aber wir spielen hier einfach mal alles durch.“ „Und was wäre für dich der beste Fall?“ „Trump überlässt die Politik erfahrenen Beratern und kümmert sich wie Berlusconi seinerzeit darum, sich im Amt zu bereichern.“ „Und das soll der beste Fall sein?“ „Ja, was siehst du als besten Fall?“napoleon-teilt-die-welt

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