Die schlimme Welt und ich

Ja, ja, ich kümmere mich auch darum, was in der Welt Schlimmes vorgeht. Auch wenn von dem Schlimmen in der Welt in meinem Blog (noch) nicht die Rede ist. Und ich muss mich natürlich auch und zuallererst um meine eigene, von der grossen Welt abhängige kleine Welt kümmern, um mein kleines Leben, in dem, wie bei den meisten, das meiste schief geht, was schief gehen kann. Hier gilt das Gesetz der Entropie, alles strebt ganz natürlich zu mehr Unordnung hin. Es ist wie ein Sog, gegen den man sich stemmen muss oder kann.

Hallo Welt4

August2015

Meine Fotos sind fünf Jahre alt. Bin gedrängt worden, neue Bilder einzustellen. Vermute, dass meine Freunde denken, mir sei nicht bewusst, wie alt ich inzwischen aussehe. Ja, es sind einige Falten hinzugekommen. Viele Falten. Nach 50 Selfies (ja, bei mir geht alles langsam) hab ich ein Foto hingebracht, auf dem man die Falten nicht sieht. Unglaublich. Kaum Beleuchtung, diffuses Licht von links oben. So seh ich eigentlich gar nicht mehr aus.

Hallo Welt3

Letztes Jahr habe ich Ewigkeiten gebraucht, um ein Drehbuch für Luna Park zu schreiben. Dann hat ein richtiger Profi alles umgeschrieben oder, um die Wahrheit zu sagen, alles neu geschrieben. Die Geschichte hat sich dabei ziemlich verändert, um nicht zu sagen, total verändert. Jetzt soll der Profi alles noch einmal völlig umschreiben. Der Produzent möchte noch dies und das und noch etwas ganz anderes. Manchmal denke ich, das einzige, was bei mir wirklich klappt, ist das Einkaufen in einem Laden. Ich suche im Laden etwas aus, bezahle es an der Kasse und bringe es nach Hause. Alles läuft rund,  wie vorgesehen,  wie geplant. Auch beim Fernsehen läuft alles richtig, beim Fernsehen ist mir noch nie was Schlimmes passiert.

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Hallo Welt2

Ein dickes Fell brauchst du als Autor unbedingt. Deine Umgebung hält dich für jemanden, der nichts tut. Der sich eine Beschäftigung erfunden hat, um zu faulenzen. Meine Nachbarn bitten mich vielleicht  deshalb immer um irgendwelche Gefallen: „Du könntest doch die Kinokarten besorgen, könntest dies holen, könntest das für uns reservieren“, jeweils mit dem Zusatz: „Du hast doch soviel Zeit.“ Ich bin dann so verdutzt, dass ich die Karten einfach besorge,  etc. etc. Ich tue es ja nicht ungern, mich stört nur der Zusatz. Ein besonders fürsorglicher Nachbar fragte mich neulich: „Was tust du eigentlich den ganzen Tag?“ Ich glaube, er hatte die schreckliche Angst, ich könnte den ganzen Tag auf dem Sofa liegen und mich zu Tode langweilen (sollte ich vielleicht mal versuchen). Wer weiss, was er sich bei seiner Frage gedacht hat?  Jedenfalls eins ist sicher: er hat keine Mikrokamera in meiner Wohnung installiert, um zu beobachten, wie ich für die Schublade arbeite.

Faultier
Faultier

Hallo Welt!

FuchsDies sind meine ersten tapsigen Schritte in meinem neuen Blog. Den Blog erstelle ich für meine Leser (und, ährm, auch für mich selbst). Das erste Buch, das ich hier vorstelle, ist Luna Park, ein Mystery Thriller. Genauer, Luna Park 1. Demnächst erscheint Luna Park 2, und vielleicht stelle ich bald die ersten Seiten von Luna Park 2 ein. Es kann lange dauern, bis man ein Buch fertig hat und noch viel länger, bis man einen Verlag gefunden hat. Es kann sich zu einem kleinen, um nicht zu sagen, grösseren Albtraum, auswachsen. Und dann hast du es endlich geschafft, aber niemand wird auf dich aufmerksam. Aber nicht nur dich trifft das Pech, es ist der Normalfall. Wer schreibt, geht ein hohes Risiko ein. Und braucht ein dickes Fell. Wie dieser buschige Fuchs.