Die Terroranschläge, die Flüchtlinge, die Desintegration ganzer Länder, das zerstörte Sicherheitsgefühl, du hast den Eindruck, du darfst dich gar nicht mehr mit etwas Harmlosem beschäftigen wie zum Beispiel einer Romanhandlung. Dein Autorendasein kommt dir noch nichtiger vor als es ohnehin schon von deiner gesamten Umgebung angesehen wird. „Was machst du nur den ganzen Tag?“, hat mich erst gestern wieder jemand gefragt. Ich weiss, sie stellen sich vor, ich liege den ganzen Tag auf dem Sofa, und anscheinend empfinden sie das irgendwie als schädlich. „Ich lege jedenfalls keine Bomben“, habe ich im Geist geantwortet. „Die Sofabombe“ weiterlesen
Nach dem Schrecken
Ich sehne mich nach all dem Schrecklichen
nach etwas Harmlosem, Zärtlichem, Unschädlichem. Ihr auch?


La grande fatigue
Wie wäre das: Es liegt etwas in der Luft, das uns alle müde macht, müder und müder. Etwas Rätselhaftes. Niemand möchte es wahrhaben. Die meisten finden banale, übliche Ursachen für ihre zunehmende Müdigkeit oder gewöhnen sich so daran, dass sie sich nicht mehr an die Zeit vor der grossen Müdigkeit erinnern können, die Müdigkeit für den Normalzustand halten. Aber die Müdigkeit ist nicht normal. Sie ist … unheimlich. Eines Tages findet irgend eine Person die Ursache der grassierenden Müdigkeit heraus. Die Ursache gibt Anlass zu grosser Beunruhigung. Die Person wird für verrückt erklärt, verlacht und dann diffamiert etc. etc. Eine Roman Idee.
Die Kritikerin
Meine Nachbarin kommt bald von ihrer Reise zurück. Mir wird jetzt schon etwas mulmig… Heute Nacht träumte ich von ihr…, sie sah etwa so aus:
„Die Kritikerin“ weiterlesen
Lesung mit Eichhörnchen
Heute Nachmittag habe ich gratis aus meinem Mystery Thriller Luna Park, Jahrmarkt des Grauens gelesen. Ich probierte es mal mit einer Strassen-Lesung. Ich hatte einen Zuhörer – ein ziemlich erwachsenes Eichhörnchen!
Olivia, die Schnecke
„Olivia, du kommst voran wie eine Schnecke.“ Eben habe ich auf deintextdeinbuch ein Romanmanuskript von 2005 eingestellt. Dort sucht man Verleger oder Agenten. Die Figuren des Romans bewegen sich wie Mücken in einem Schwarm beliebig, sinnlos hin und her, verlassen jedoch nicht die engen Grenzen des Schwarms. Auch wenn ihre Bewegungen beliebig sind, hält sie irgendetwas (Unwesentliches) zusammen. Im Zentrum steht der pensionierte Herr Ringtir. Seit er die dreissig Jahre jüngere Silvia geehelicht hat, steigert er sich in einen erotischen Wahn. Eines Tages ist Silvia mit Sack und Pack davon. Nach langen, teuren Mühen findet Herr Ringtir heraus, weshalb Silvia Hals über Kopf auszog. Die Gründe sind, um es mal vage zu formulieren, nicht die üblichen, nicht die, die man in der Situation erwarten würde. Weshalb die Geschichte dann auch nicht die Wendung nimmt, die unter vernünftigen Umständen zu erwarten wäre…
Es geht um eine Gesellschaft, die um Nichtigkeiten kreist. Kleinste, unbedeutende Anlässe führen zu großen Entscheidungen, die dann ebenso leicht und unsinnig wieder rückgängig gemacht werden. Im Schwarm regiert Idiotie. Und doch stürzt nicht alles ins Chaos, bildet der Schwarm nach außen eine zusammenhängende Wolke.
Ich glaube, ich bin nicht nur eine Schnecke, ich habe mir einen nicht unerheblichen Schnitzer geleistet: Ich habe im Roman die Ich-Perspektive gewählt. Ich schlüpfte während des Schreibens in die männliche Figur. Uff…
V.I.P. Gespenster
„Also Olivia, dass du dich in deinem merkwürdigen Buch auch noch über V.I.P. Gespenster auslässt, ist schräg.“
…Eins der berühmtesten Gespenster Roms ist die Donna Olimpia Pamphili, die Schwägerin von Papst Innozenz X. Sie war eine Aufsteigerin, ungemein geschäftstüchtig, gierig und geizig. Den Papst soll sie sogar auf dem Totenbett bestohlen haben, sich in den Besitz von zwei unter seinem Bett befindlichen Geld-Truhen gebracht haben – man muß allerdings mildernd einwenden, sie war sehr wahrscheinlich seine Geliebte gewesen. Viele Römer wollen Donna Olimpia Pamphili sowohl bei ihrem Palazzo auf der Piazza Navona als auch an anderen Orten Roms gesehen haben, zumeist in einer Kutsche, auf der Flucht mit den Geldtruhen…
Denkpause
Da ich allergisch auf Katzenhaare reagiere, leistet mir Elektrolux, mein elektronischer Kater Gesellschaft. Er ahmt alles nach, was ich gerade tue… (Vielleicht langweilen ihn auch Olivia’s Bücher.)
Lebendige Kaffeetassen
Eine Freundin: „Olivia! Stell dir vor, ich hab dein Gedächtnis auf meinen Kindle runter geladen.“ ( Mein Buch Das Gedächtnis von Gegenständen oder die Macht der Dinge ). „Da geht’s um lebendige Kaffeetassen! Ist das dein Ernst?!“ Ich weiss nicht genau, was ich antworten soll und sage: „Ah ja?“
Cured from curiosity?
Meine Nachbarin hat einen Blick in Das Gedächtnis von Gegenständen oder die Macht der Dinge riskiert: „Also Olivia – 800 Seiten – über so ein… Thema! Wer liest sowas? Ich jedenfalls nicht. Ich glaube, du hast dich da ein bisschen übernommen.“ „Cured from curiosity?“ weiterlesen
Bad news
Meine Nachbarin fragte mich heute, wieviel ich denn schon mit der Veröffentlichung von Das Gedächtnis von Gegenständen oder die Macht der Dinge verdient hätte… Ich antwortete nicht: „20 Euro“, sondern: „So viel, dass ich dich zu einer Pizza einladen kann“…
Klick
„Also Olivia, deine Werbung ist einfach Mist!“
„Aber es geht doch in meinem Buch auch um Unsterblichkeit…“
„Da denkt doch keiner an ein Buch! Ausserdem würd ich da nicht drauf klicken. Wer weiss, was dann Bescheuertes passiert!“
Naja, pazienza. Ich hab’s versucht.
Bin etwas verwirrt
Bin etwas verwirrt.
Wollte gerade meine miesen Verkaufszahlen bei Amazon nachsehen für „Das Gedächtnis von Gegenständen oder die Macht der Dinge“, hmmm…
- Amazon Bestseller-Rang: #874 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)
- Nr. 1 in Bücher > Esoterik > Übersinnliches & Okkultismus > Parawissenschaft
- Nr. 2 in Kindle-Shop > eBooks > Esoterik
Naja, wird eine Momentaufnahme gewesen sein, ein Sekundenblitz
Wetten, dass
Wetten, dass heute Abend noch irgendeine einsame Maus (also mich selbst mal ausgeschlossen) mein abstruses Sachbuch: Das Gedächtnis von Gegenständen oder die Macht der Ding anliest?
Selbsterkenntnis
Wow, das bin ja ich ?!
Vieles ist einfach schwer erreichbar!
Alte Schachteln
Anscheinend lebe ich zu sehr im Verborgenen. Meine Nachbarin fragte mich gestern: Gehst du nicht mal zu einer Konferenz? Gehörst du zu keiner Vereinigung? Bist du in keinem Club? In keiner Gesellschaft? Warum ist dein Event-Kalender total leer? Weil ich niemand bin, vermute ich mal. Deshalb habe ich beschlossen, ab sofort in den Club der alten Schachteln einzutreten.








