Ein neuer Regierungsstil

„Sagtest du gerade, an Trump gibt es nicht nur Schlechtes, Garfield?“ „Lassen wir mal die Inhalte seiner Politik beiseite. Er tut sofort, was er verspricht, setzt blitzschnell die Dinge um. Da erscheinen doch andere Staatschefs im Vergleich als lahme Enten.“ „Und was noch?“ „Es gibt bei Donald Trump einen sehr direkten Bezug zwischen Bürgern und der Spitze der Regierung. Er lädt Unternehmer, Gewerkschaftsbosse usw. ein, und die sagen ihm, was nicht klappt. Entsprechend versucht er, die Regeln zu ändern. Oder, jeder kann ihm auf Twitter folgen und sehen, was er denkt und was er als Nächstes tut. Für andere demokratische Regierungen, etwa bei uns in Europa, sind die Bürger im politischen Geschäft eher lästig, die Politik ist viel zu viel mit sich selbst beschäftigt, dabei sind die Bürger doch der Souverän.“ „Und meinst du, andere Regierungschefs stehen bereits unter Druck, dem Bürger effizienter zu dienen?“ „Martin Schulz hat gestern in seiner Rede im Willy-Brandt-Haus das Modell schon übernommen, als er sagte, die Politik müsse mehr den Bürgern dienen, statt sich in ewigen Streitereien zu verlieren.“donald-trump-martin-schulz

Zu ehrgeizig?

„Garfield, was hast du?“ „Ich bin besorgt, dass Trump doch noch die Wahlen gewinnt.“ „Du siehst düster drein …“ „Trump fährt Amerika womöglich gegen die Wand. Seinen ersten Erfolg hat nicht er selbst gemacht, sondern zwei Frauen, eine, Barbara Res, hat den Bau des Trump Towers geleitet und die andere hat die Wohnungen gewinnbringend verkauft. Er muss sich den Erfolg selbst zugerechnet und geschlossen haben, alles gelänge ihm. Denn er traf im Anschluss quasi nur noch wilde Entscheidungen. Er kaufte eine Fluglinie, die marode war, er kaufte ein Kasino, das marode war usw. usw., nichts rechnete sich, die Banken drehten ihm den Kredithahn zu. Das einzige, das Trump noch hatte, war sein Name. Jahrelang war er in allen Klatschmedien mit seinem glamourösen Lebensstil, sein Name war zur Marke für Glamour geworden. Die Banken entschieden aus Eigennutz, ihn nicht ganz bankrott gehen zu lassen und Trump verkaufte fortan nur noch seinen Namen. Überall in der Welt schossen Trump Towers in die Höhe, die ihm nicht gehörten, für deren Namensgebung er aber kassierte. Seine Eigen-Show hatte ihn gerettet und fortan machte er nur noch Show. Du erinnerst dich sicher an seine Reality-TV-Show „The apprentice“. Was er kann, ist blind Geld ausgeben und eine Show veranstalten.“ „Reagan hatte auch nicht mehr drauf.“ „Aber Reagan hat nichts ohne seinen Stab entschieden. Er wusste, dass er nichts weiss. Bei Trump könnte das anders werden …“ „Und alles, weil der FBI-Chef Clintons Email-Affäre wieder aufrollt. Ausgerechnet kurz vor der Wahl.“ „Clinton ist immer schon ausgebremst worden. Sie ist begabt, fähig, hocherfahren nach so vielen Jahren im Staatsdienst, und sie ist ehrgeizig. Solche Frauen sind verhasst. Ein Mann darf ehrgeizig sein. Eine Frau aber scheinbar immer noch nicht …“

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