Gute Vorsätze

gute VorsätzeEs wird ein hartes neues Jahr! Uff!

‚Wer immer strebend sich bemüht …???‘

Ol’girls evening

alte Damen feiernBereite mich vor auf den 31.12. Fest-Teilnehmerinnen: die Hauptperson, meine 93-jährige Mama, ihre 94-jährige Freundin, ihre Pflegerin und die Ersatzpflegerin: die stupenden Marica und Georgia, Georgia vierfach verwitwet, dazu ich, vecchia zitella.

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Garfield auf Abwegen

Garfield7Garfield echauffiert sich schon wieder beim Frühstück. „Angenommen, Assad, Erdogan und Putin sind von einem Moment auf den andern nicht mehr an der Regierung, und halbwegs vernünftige Leute treten an ihre Stelle, dann lösen sich Tausende von Problemen wie von selbst.“ „Und wie soll sowas gehen?“ „Mit ner Revolution von oben. Was bei Hitler beispielsweise leider schief ging.“ „Garfield, du bist einfach lebensfremd …“ „Was heisst lebensfremd?! Eine Revolution von unten geht doch jedesmal  in die Hose. Da rollen viel zu viele Köpfe. Und es bilden sich alle möglichen radikalen Gruppen, die ein Chaos herbeiführen, sobald ein Machtvakuum entsteht. Und irgendwann gibt es dann sowieso wieder eine Restauration. Das hast du schon in der Französischen Revolution gesehen.“ „Tyrannenmord ist erlaubt, aber nicht so einfach zu bewerkstelligen …“ „Quatsch Olivia, das ist doch altmodisch. Okay, im Fall Hitler wäre es der einzige Weg gewesen. Nein, viel einfacher. Assad wird irgendwo ein goldenes Asyl geboten. Erdogan bekommt eine adrette kurdische Geliebte, und Putin wird Generalsekretär der UNO.“ „Aber den Posten will doch schon die Merkel …“ „Dann eben Generalsekretär der WHO.“ „Aber …“ Blabla blablabla …

Lesung mit Cocktails

Lesen ist schädlichGestern Abend las ich im Restaurant Romanzaccio aus meinem neuen Roman Stirb in Florenz vor. Drei Damen fielen in Ohnmacht. Waren es die Cocktails oder der Roman? Der Genuss von Romanen kann vielleicht so schädlich sein wie der von Alkohol???

Altern

Alter

Meine Nachbarin hat mich heute Morgen im Schlafanzug und in Pantoffeln in der Waschküche überrascht. „Warum schreibst du eigentlich kein Buch übers Altern?“, fragte sie mich. Bevor ich noch darüber nachdenken konnte, was sie mir damit sagen wollte, fiel mir ein, dass das eine sehr interessante Idee wäre. Früher war Altern etwas Normales. Alte Menschen liessen sich einfach gehen. Man war alt, und es wurde nichts mehr von einem verlangt. Du durftest dich zurücklehnen und passiv sein. Das Alter war womöglich die reinste Erholung. Für alles, was man nicht mehr konnte, gab einem das Alter eine allgemein anerkannte Rechtfertigung. Vielleicht durfte man sogar wieder spielen wie ein Kind. Während heute das Alter als Krankheit eingestuft wird. Spätestens ab siebzig nimmt jeder seine fünf bis zehn Tabletten. Und steht unter Dauerstress, nicht mehr das tun zu können, was er in jüngeren Jahren tat. Der Titel könnte sein „Gib mir mein Alter zurück„.

Garfield liest …

Krieg im Wohnzimmer … Das beschreibst du doch  in deinem neuen Roman, Olivia!“ „Wie meinst du das, Garfield …?“ „Na, der Roman spielt doch mitten im Krieg. Und weil diese Florentiner Oberschicht-Kerle sich vor dem Kriegsdienst drücken, bekriegen sie sich privat.“ Ich bin baff,  liest Garfield Stirb in Florenz? „Also den schönen Ruspoli, den machen sie ja fertig! Aus purem Neid. Und der Alte, der die Geschichte erzählt, ist ein Riesen-Ekel. Ha, als der ein mächtiger Anwalt war, hat er fast seine gesamte Umgebung skrupellos geplagt. Geschieht ihm recht, dass er jetzt im Alter halb gaga ist und seiner Tochter gehorchen muss.“ „Er ist nicht gaga, er ist nur unbeweglich …“ Naja, auch, wenn er nicht alles versteht, liest Garfield immerhin den Roman. Ich bin ein bisschen gerührt.

 

Perseus3

Krieg im Wohnzimmer

Krieg im WohnzimmerMein politisch anstrengender Bewohner Garfield glaubt, dass ein grosser Anteil der IS-Leute Abenteurer sind und ein anderer grosser Teil Gedemütigte, Leute, auf deren Selbstbewusstsein rumgetrampelt worden ist. „Die Gedemütigten, die Diskriminierten, Gemobbten …, das sind die Gefährlichen. Die handeln aus Hass und Prinzip und auch ohne Bezahlung, ohne Gewinn.“ Ich verschlucke mich beinah an meinem Frühstückskaffe. Garfield fährt ungerührt fort: „Alle wollen sie eins, angreifen und zerstören.“ „Hrmpf.“ „Wo kein Krieg herrscht, machen die Gemobbten jeder Art einfach die Leute in ihrer Umgebung fertig, plagen Schwächere, das ist einfach ….  Am besten klappt das immer noch in den eigenen vier Wänden. Der Krieg verlagert sich ins Wohnzimmer …“

Faulende Bücher

Meine Nachbarin hat entdeckt, dass ich gerade ein altes Buch veröffentlicht habe. Dieses Buch schrieb ich vor vielen Jahren. Es ist ein Gesellschaftsroman und spielt im Florenz der dreissiger bis fünfziger Jahre. Ich wollte mich rechtfertigen. Sie unterbrach mich mitten im Satz: „Das ist ja als ob man faulendes Obst anbietet!“ Ich brummte nur: „Hrmpf.“ memento mori

 

Olivia bei der Arbeit

work
Olivia bei der Arbeit

 

 

Es wäre mir lieber, meine Nachbarin sähe mich so:

 

 

statt so:

Olivia bei der Arbeit
Olivia bei der Arbeit

 

oder so:

Hund schlafend
Olivia …

„Olivia bei der Arbeit“ weiterlesen

Die Ruhe ist vorbei

VampirMeine Nachbarin ist schon seit längerem wieder von ihrer Reise zurück. Wie durch ein Wunder sind wir uns seither nicht über den Weg gelaufen. Heute morgen klingelte sie an meiner Tür. Ich sah durch den Spion und hatte eine Sekunde lang eine Vision … Dann atmete ich tief ein und machte auf. „Die Ruhe ist vorbei“ weiterlesen

Schiefe Texte

Madame MargueriteMeine Freunde haben mich gestern Abend in den Film: Madame Marguerite oder die Kunst der schiefen Töne geschleppt: Wir sind in den zwanziger Jahren: Obwohl sie nicht viel über die Gastgeberin wissen, strömen jedes Jahr aufs Neue zahlreiche Musikliebhaber zum alljährlichen pompösen Fest im Schloss von Marguerite Dumont. Dort geht die wohlhabende Dame ihrer großen Leidenschaft nach und gibt ihr Gesangstalent zum Besten. Das Problem bei der ganzen Sache ist allerdings, dass sie über ein derartiges Talent nicht verfügt, sondern ausschließlich schiefe Töne hervorkrächzt. Ihr das zu sagen, traut sich jedoch keiner. Stattdessen wird sie von den Anwesenden als Ausnahmetalent gefeiert. Nachdem dann auch noch ein lobhudelnder Zeitungsartikel über sie veröffentlicht wird, bestärkt sie das endgültig, ihren großen Traum einer Karriere als Opernsängerin zu verwirklichen. Sie nimmt Gesangsunterricht beim Opernstar Atos Pezzini, um sich auf ihr erstes Konzert vor einer fremden Zuschauerschar vorzubereiten… Das Desaster kann nicht ausbleiben. Es passiert aber nicht, wie man erwartet, bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt. Sondern erst, als ihr Arzt, um sie von ihrem Wahn zu heilen, ihren Gesang aufnimmt und ihr vorspielt. Sie hört sich zum ersten Mal, sozusagen von aussen, singen und fällt tot um.  Der Film sei interessant für mich, hatten meine Freunde gesagt. Ich wurde den Verdacht nicht los: Meinten sie mich? Während die Sängerin schiefe Töne hervorkrächzte, brachte ich womöglich schiefe Texte hervor?! Bis ich mir sagte, das bin nicht ich, schliesslich besitze ich kein Schloss.schiefe Schrift

 

 

 

Garfield und das billige Öl

Garfield will sich bei mir fest einnisten. Irgendetwas muss ich unternehmen. Jeden Morgen nervt er mich mit seinem Politik Geschwätz. „Warum sagt niemand, wer das Öl vom IS kauft?“ „Garfield, lass mich doch bitte in Ruhe Kaffee trinken.“ Garfield bin ich egal, er schwadroniert einfach weiter: „Öl kannst du ja nicht versteckt wie winzige Diamanten schmuggeln. Das sind Riesen Mengen, die verschwindend wenige Verteilerwege haben, wie ein, zwei Pipelines oder Tanklastwagen oder… Wenn ich nen Diamanten nur schmuggeln könnte, indem ich ihn durch ne Röhre schicke, dann wär doch schnell klar, wer ihn am andern Ende bekommt.“ „Garfield, kannst du bitte mal still sein, ich will in Ruhe Kaffee trinken…“ Garfield mit Diamanten

Schönheit

Simonetta VespucciSchönheit tröstet mich.

 

 

 

 

 

 

„Mich auch“, miaut Garfield:GarfieldsMonaLisa

 

 

 

Autorenputz

Putz2Putz

Heimliche Autorinnen- und Autoren-Sonntagabend-Beschäftigung. Prosaischer Luxus. (Die Welt draussen steht noch). „Autorenputz“ weiterlesen

Muße

Garfield, der so schnell nicht mehr bei mir auszieht, fürchte ich …, hat sich auf meine Seite geschlagen und für mich ein Bild aus dem Netz runter geladen:Muse „Ohne Muße kommt kein einziges grosses Projekt zustande. Die meisten wissen das aber gar nicht mehr. Muße ist leere Zeit, in der kein Geld verdient wird, denken heute so einige. Vielleicht denken sogar manche inzwischen, Muße wäre ne Süßspeise, so was wie ne Mousse. Das Wort ist stark ausser Gebrauch.“

(Uff. Garfield hat doch glatt Muße und Muse verwechselt. Eben korrigiert.)

 

„Muße“ weiterlesen

Die Sofabombe

Die Terroranschläge, die Flüchtlinge, die Desintegration ganzer Länder, das zerstörte Sicherheitsgefühl, du hast den Eindruck, du darfst dich gar nicht mehr mit etwas Harmlosem beschäftigen wie zum Beispiel einer Romanhandlung. Dein Autorendasein kommt dir noch nichtiger vor als es ohnehin schon von deiner gesamten Umgebung angesehen wird. „Was machst du nur den ganzen Tag?“, hat mich erst gestern wieder jemand gefragt.  Ich weiss, sie stellen sich vor, ich liege den ganzen Tag auf dem Sofa, und anscheinend empfinden sie das irgendwie als schädlich. „Ich lege jedenfalls keine Bomben“, habe ich im Geist geantwortet. „Die Sofabombe“ weiterlesen

Nach dem Schrecken

Ich sehne mich nach all dem Schrecklichen Francenach etwas Harmlosem, Zärtlichem, Unschädlichem. Ihr auch?

Maus verwirrt Pintang Bulanjunger Leser

Smalltalk

Garfield6Garfield hat versprochen, er zieht bei mir aus. Wenn sein Filmproduzent ihm eine neue Rolle gibt. Er möchte ein Supermann Kostüm und die Welt retten (uff). Einstweilen übt er sich auf meine Kosten in politischem Smalltalk. „Die Idee mit der Übergangsregierung in Syrien hatt ich auch.“ Ich rolle mit den Augen: „Und wie willst du Assad zum Gehen bewegen?“ frag ich Garfield. „Was ist seine Alternative? Ein Ende wie Saddam Hussein oder ein Ende wie Gaddafi. Da ist es doch gemütlicher für ihn, er darf  sogar bei der nächsten Wahl kandidieren.“ „Und wenn die Syrer, die noch dort sind, ihn wieder wählen?“ „Es müssen unbedingt auch die Syrer im Ausland wählen dürfen.“ „Und wenn er trotzdem wieder dran kommt?“ „Dann ist es immer noch besser als das, was wir jetzt haben. Sogar Saddam und erst recht Gaddafi waren besser als das, was wir jetzt haben. In der Politik gibts häufig keine gute Lösung, und du musst das kleinere Übel akzeptieren.“ „Schlechte Welt“, murmle ich. „Wieso schlecht?“ ruft Garfield aus. „Die Syrer haben dann selbst entschieden, und für ihre gewählte Regierung können sie dann auch gegen den IS kämpfen, egal wo sie gerade sind. Und irgendwann alles wieder aufbauen.“ Ich fürchte, Garfield ist ein bisschen zu realistisch.

La grande fatigue

müdemüdeWie wäre das: Es liegt etwas in der Luft, das uns alle müde macht, müder und müder. Etwas Rätselhaftes. Niemand möchte es wahrhaben.  Die meisten finden banale, übliche Ursachen für ihre zunehmende Müdigkeit oder gewöhnen sich so daran, dass sie sich nicht mehr an die Zeit vor der grossen Müdigkeit erinnern können,  die Müdigkeit für den Normalzustand halten. Aber die Müdigkeit ist nicht normal. Sie ist … unheimlich. Eines Tages findet irgend eine Person die  Ursache der grassierenden Müdigkeit heraus. Die Ursache gibt Anlass zu grosser Beunruhigung. Die Person wird für verrückt erklärt, verlacht und dann diffamiert etc. etc. Eine Roman Idee.

Garfields Merkel

Figur2

Garfield ist schwer aufgebracht. „Garfield, bist du sicher, dass du nicht übertreibst?“ „Olivia: du musst einfach mal zehn Jahre weiter gehen. Von dort aus hast du eine neue Perspektive. 2025 wird die Merkel die Totengräberin Europas genannt werden. Zuerst hat sie den gesamten Süden kaputt gespart. (Und das, wo solche Sparmanöver in der Weimarer Republik ja schon mal saumässig schief gegangen sind und in die Nazi Diktatur führten). Und dann hat sie eine Flüchtlingspolitik betrieben, die Europa noch weiter entzweit hat. Europa ist mit ihr verdammt – ungemütlich geworden. Es ist wie mit nem Club, der den Beitrag so erhöht, dass es weh tut. Da trittst du irgendwann aus.“ „Also Garfield, du siehst ja gar nicht den humanitären Aspekt! Die Merkel hat in einem Moment der Not die Grenzen aufgemacht. Das war mutig! Sogar der Economist spendet ihr heute Beifall.“ Garfield ist immer noch aufgebracht. „Mag sein! Mag ja sein. Die Idee war gut, die Idee war human. Aber du weisst ja, was aus guten Ideen manchmal wird.“ „Was meinst du damit, Garfield?“ „Denk doch mal an den arabischen Frühling. War auch ne gute Idee. Und endete im grössten Desaster…“ Garfield wird langsam deprimierend. Hoffentlich zieht er bald bei mir aus und geht in seinen Film zurück!

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