Links ist das neue Rechts

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Zapata

„Es ist verwirrend, Olivia.“ “Was, Garfield?“ „Du kannst die extrem Linken und die Rechtspopulisten kaum mehr auseinanderhalten.“ „Hm.“ „Die Rechtspopulisten sind alle Globalisierungsgegner. Das waren aber zuerst die Linken. Globalisierungskritik war ursprünglich Kapitalismuskritik, war der Kampf gegen den Neoliberalismus.“ „Und das findest du verwirrend.“ „Tja, Trump teilt die Ansichten der linken Rebellenbewegung der Zapatistas. Die Zapatistas kämpften bereits 1994 gegen das Nordamerikanische Freihandelsabkommens (NAFTA). Trump tut dasselbe heute.“ „Naja, das ist gerade mal ein Punkt der Übereinstimmung.“ „Die Rechtspopulisten sprechen dieselbe Wählerschaft an wie die Linken, die Verlierer der Globalisierung, die Arbeiter und die untere Mittelschicht.“ „Und dann senken sie die Unternehmenssteuern.“ „Das hängen sie aber nicht an die große Glocke. Sie brauchen die Stimmen der Vielen.“ „Die Rechtspopulisten wollen den Zuzug von Ausländern drastisch beschränken. Die Linken am liebsten auch.“ „Hm, und was willst du damit sagen.“ „Die Grenzen weichen auf. Auch bei den Gemäßigten. Früher waren die Grünen links, heute sind sie die neuen Freunde der Autoindustrie und flirten mit der Kanzlerin. Die SPD und die CDU sind in der Koalition quasi verschmolzen … Ich bin einfach verwirrt.“

 

 

What you see is what you get?

 

„Laut dpa und sda hat Putin Trump einen partnerschaftlichen Dialog angeboten. Die Grundlage dafür sei die Nicht-Einmischung in die jeweiligen internen Angelegenheiten. Was hältst du davon, Olivia?“ „Hm, ich frage mich, was Putin mit internen Angelegenheiten meint.“ „Du stellst dir langsam dieselben Fragen wie ich. Umfassen interne Angelegenheiten die gesamte ehemalige Sowjetunion? Und dann noch den ehemaligen sowjetischen Einflussbereich? Dann gehört bizarrerweise auch noch Deutschland dazu …“ „Das muss Trump herausfinden. Da ist er nicht zu beneiden. Putin wird ihn im Unklaren lassen. Bis er Tatsachen schaffen kann.“ „Trump wird schlecht mit der Hoffnung leben können, die internen Angelegenheiten seien etwa nur auf Russland begrenzt. Als Geschäftsmann gilt für ihn hope is not a basis for longterm investment.“ „Ja, glaubst du dann, Garfield, sie kommen zum Konkreten?“ „Vielleicht machen sie einen Deal. Putins Bereich ist die ehemalige Sowjetunion. Staaten, die zur Nato oder EU gehören, sind sakrosankt.“ „Ich halte es für unwahrscheinlich, dass es in der Außenpolitik zu schnellen Deals kommt. Im Geschäftsleben machst du den schnellen Deal, in der Politik lassen sich die Spieler oft jahrelang hängen, es sind ja auch viel mehr Spieler beteiligt, und die Interessenlage ist unübersichtlicher. Das ist neu für Trump.“ „Neu wird für Trump auch die Redeweise sein. Im Geschäftsleben redest du nicht lange drum herum; what you see is what you get. In der Politik sagst du etwa, du willst keine Einmischung in interne Angelegenheiten, meinst aber, du willst ungestört sein bei der Aufteilung der Welt.“trump-und-putin

Ein Recht auf Unterhaltung in der Politik

„Was kannst du aus dem amerikanischen Wahlkampf lernen, Olivia?“ „Sag’s mir, Garfield.“ „Noch nie haben sich so viele Leute für die amerikanische Politik interessiert, in und ausserhalb Amerikas. Weil es Unterhaltung war. Show! Wenn du die Bürger noch erreichen willst, musst du deine Inhalte so darbieten, dass sie das Publikum unterhalten.“ „Du meinst Grab-their-pussy-Talk?“ „Ich meine nur, unser politisches System redet nur noch mit sich selbst. Nicht mehr zum eigentlichen Souverän, der wählenden Bevölkerung. Guck dir die grauen Gesichter in unserer Politik an. Mit der Afd sind die Gesichter gar noch grau und böse geworden. Guck in das Gesicht der Petry. Da fehlt, euphemistisch gesagt,  jeder Humor. Ich finde der Bürger und Wähler hat ein Recht, dass er die politischen Inhalte so dargeboten bekommt, dass sie ihn interessieren. Etwas ist für dich interessant, wenn du Hintergründe verstehst, wenn deine Gefühle berührt werden, wenn du etwas erkennst, wenn du lachen oder weinen musst, wenn du dich identifizierst. Dir wird etwas nahe gebracht, du bist gemeint. Das ist ein Recht auf Unterhaltung.“ garfieldtrump

Die Spaltung

„Garfield, du sagtest, Trump sei ein Geschäftsmann und deshalb würde es nicht so schlimm kommen, wie viele befürchten.“ „Ich kann nicht wissen, wie es kommt. Wenn du etwas nicht weißt, dann kannst du einfach mal durchspielen, was wäre der schlechteste Fall und was der beste, und dann gibt es noch die Fälle dazwischen.“ „Gestern habe ich im italienischen Fernsehen gehört, dass der Trumpsieg in der russischen Duma mit Champagner gefeiert worden sei. Der schlechteste Fall wäre für mich, Trump und Putin teilen sich die Welt auf. Ade Menschen- und Freiheitsrechte.“ „Bevor das passiert, wird er erschossen … Ich denke an einen schlechten Fall, der etwas wahrscheinlicher ist. Trump gibt Geld für Infrastrukturprojekte aus, das der amerikanische Staat nicht hat. Er muss die europäischen Verbündeten und die Verbündeten der NATO abzocken. Es wird ihm ähnlich wie Hitler ergehen. Der brachte mit riesigen Infrastrukturprojekten die Leute wieder in Arbeit, der Staat war aber in der Folge pleite, das Regime begann in die Nachbarländer einzufallen und die auszurauben, von den einverleibten jüdischen Vermögen ganz zu schweigen. Amerika gewährt Schutz nur noch gegen Bezahlung.“ „Hm, düster. Da muss ich an die Schutzgelderpressungen der Mafia denken.“ „Düster, ja. Aber wir spielen hier einfach mal alles durch.“ „Und was wäre für dich der beste Fall?“ „Trump überlässt die Politik erfahrenen Beratern und kümmert sich wie Berlusconi seinerzeit darum, sich im Amt zu bereichern.“ „Und das soll der beste Fall sein?“ „Ja, was siehst du als besten Fall?“napoleon-teilt-die-welt

Trump und der junge Napoléon

„Und was sagst du jetzt, Garfield?“ „Hm, ich war echt überrascht. Ich sah Clinton vorn.“ „Hast du Trumps Rede gehört?“ „Zuerst hat er Hillary gelobt. Das war genau richtig. Dann hat er die in den eigenen Reihen, die ihn „nicht unterstützt haben“ (netter Euphemismus) um Mithilfe gebeten. Perfekt. Es hat mich an den jungen Napoléon erinnert. Am Anfang seines Aufstiegs gelang es Napoléon Feinde zu Freunde zu machen, indem er ihnen verzieh und ihnen Posten übertrug. Am Anfang seiner Regentschaft war er beim Volk sehr beliebt: nicht nur, weil er als Feldherr so erfolgreich war. Unter dem Konsul und dann Kaiser Napoléon blühte das Land wirtschaftlich endlich wieder auf. In den Jahren nach dem Frieden von Tilsit befand sich Napoléon auf dem Höhepunkt seiner Macht. Gleichzeitig wurde er immer despotischer und expansiver. Der Russlandfeldzug wurde zum Desaster. Erst im Ersten Weltkrieg gab es noch höhere Opferzahlen. Seine Verbündeten gingen zur Gegenseite über.“ „Du meinst, Trump könnte derart abgleiten?“ „Eher nicht. Trump ist ein Geschäftsmann.“

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Zu ehrgeizig?

„Garfield, was hast du?“ „Ich bin besorgt, dass Trump doch noch die Wahlen gewinnt.“ „Du siehst düster drein …“ „Trump fährt Amerika womöglich gegen die Wand. Seinen ersten Erfolg hat nicht er selbst gemacht, sondern zwei Frauen, eine, Barbara Res, hat den Bau des Trump Towers geleitet und die andere hat die Wohnungen gewinnbringend verkauft. Er muss sich den Erfolg selbst zugerechnet und geschlossen haben, alles gelänge ihm. Denn er traf im Anschluss quasi nur noch wilde Entscheidungen. Er kaufte eine Fluglinie, die marode war, er kaufte ein Kasino, das marode war usw. usw., nichts rechnete sich, die Banken drehten ihm den Kredithahn zu. Das einzige, das Trump noch hatte, war sein Name. Jahrelang war er in allen Klatschmedien mit seinem glamourösen Lebensstil, sein Name war zur Marke für Glamour geworden. Die Banken entschieden aus Eigennutz, ihn nicht ganz bankrott gehen zu lassen und Trump verkaufte fortan nur noch seinen Namen. Überall in der Welt schossen Trump Towers in die Höhe, die ihm nicht gehörten, für deren Namensgebung er aber kassierte. Seine Eigen-Show hatte ihn gerettet und fortan machte er nur noch Show. Du erinnerst dich sicher an seine Reality-TV-Show „The apprentice“. Was er kann, ist blind Geld ausgeben und eine Show veranstalten.“ „Reagan hatte auch nicht mehr drauf.“ „Aber Reagan hat nichts ohne seinen Stab entschieden. Er wusste, dass er nichts weiss. Bei Trump könnte das anders werden …“ „Und alles, weil der FBI-Chef Clintons Email-Affäre wieder aufrollt. Ausgerechnet kurz vor der Wahl.“ „Clinton ist immer schon ausgebremst worden. Sie ist begabt, fähig, hocherfahren nach so vielen Jahren im Staatsdienst, und sie ist ehrgeizig. Solche Frauen sind verhasst. Ein Mann darf ehrgeizig sein. Eine Frau aber scheinbar immer noch nicht …“

Putzfrauenzyklus

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Queenie 2

Vor ein paar Tagen kam mir die Idee – mir kommen ständig irgendwelche Ideen – einen Bilderzyklus, etwa auf meiner Facebook-Seite, einzustellen: Putzfrauen. Nirgendwo habe ich realistische/authentische Bilder von Putzfrauen im Netz gefunden. Das ist eigentlich bemerkenswert. Einzig bei Duane Hansen bin ich fündig geworden, seine hyperrealistische Putzfrau ist eine Kunstfigur … Das ist immerhin bemerkenswert.

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Tromperie

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„Wen wirst du wählen, Garfield: Trump oder Hillary?“ „Ha, das möchtest du gerne wissen …“ „Wenn du es nicht sagen willst, dann nehme ich an, du wählst Trump, den zukünftigen Diktator.“ „Ich glaube nicht, dass Trump zu der Sorte gehört. Er ist zu pragmatisch.“ „Pragmatisch!?“ „Diktatoren sind meistens unflexibel, sie tun stur das, was sie schon in ihrer Jugend tun wollten. Und sie bleiben dabei. Guck dir Hitlers „Mein Kampf“ an, da ist schon alles drin, was er später der Welt eingebrockt hat. Er hat sich stur dran gehalten. Für sie ist etwas entweder schwarz oder weiß. Diktatoren sind Ideologen. Ideologen sind keine Pragmatiker.“ „Und Trump?“ „Trump wechselt sofort die Meinung, wenn es opportun für ihn ist. Weißt du noch, wie er sagte: „Meine Gegner? Der kleine Marco Rubio und der Lügner Ted Cruz. Ich werde sie brutal schlagen.“ Jetzt hat er Ted Cruz zu seinem wichtigsten Unterstützer gemacht. Für Trump kann etwas in einem Moment schwarz, im andern weiß sein.“ „Ein politischer Lackmustest …? Da kann ich nicht mal schmunzeln. Wenn ich denke, was der Kerl so von sich gibt an unüberlegten Äußerungen. Da wird mir angst und bange. Nachdem das „Time“-Magazin die Merkel zur „Person des Jahres“ gewählt hat, sagte er: „Sie haben die Person gewählt, die Deutschland und Europa ruiniert.“ „Das denken viele, sagen’s aber nicht.“ „Oder US-Präsident Barack Obama habe die Miliz Islamischer Staat (IS) gegründet. Also ich bitte dich!“ „Irgendwann hat er in diesen Satz noch die Bushs mit einbezogen, deren Politik Obama im Nahen Osten lediglich fortgeführt haben soll, die hat er dann aber schnell wieder ausgelassen, die gehören ja zu seinem eigenen Camp. In der Tat ist es doch so, dass in den Irak-Kriegen alle staatlichen Strukturen wie Militär, Polizei etc., zerstört und nicht wieder durch neue ersetzt worden sind. Es entstand in dem Land ein Vakuum, in dem sich dann erst die Extremisten ausbreiten konnten. Trump hat nicht ganz unrecht. Er formuliert es nur unter der Gürtellinie. Ein Grund für seinen Erfolg ist, er sagt, was viele denken, aber nicht auszusprechen wagen. Aber aus Opportunitätsgründen würde er es auch wieder jederzeit zurücknehmen. Deshalb halte ich ihn nicht für extrem gefährlich.“ „Aha. Und für gefährlich …?“ „Risiko beinhaltet er schon.“ „Du überraschst mich. Und das wäre deiner Ansicht nach?“ „Trump erinnert mich stark an Berlusconi. Berlusconi war zwei Milliarden im Minus als er Ministerpräsident in Italien wurde, in andern Worten, pleite. Nach seiner Staatsämterzeit war er neun Milliarden im Plus, munkelt man.“ „Du meinst, Trump will sich im Amt sanieren …“ „Clinton hat eine Anspielung darauf gemacht. Eine sehr indirekte. Trump sei wohl nicht so reich wie er vorgäbe, weil er seine Einkommenssteuererklärung nicht veröffentlichen wolle. Leute wie Berlusconi betrachten den Staat wie eins ihrer Unternehmen, wie ihr Eigentum. Putin fällt mir da auch ein. Russland gehört Putin. Ein Busenfreund Berlusconis, mit dem sich auch Trump nach eigener Aussage gut verstehen würde.“ „Hm, interessant. Wie ist dann deine abschließende Bewertung, Garfield?“ „Trump trifft häufig den Nagel auf den Kopf. Er kann aber auch daneben liegen, einen Schnellschuss mit Folgen fabrizieren, ohne auf seine Berater zu hören, fürchte ich. Reagan hätte wahrscheinlich viel Unsinn anrichten können, hatte aber die Intelligenz, sich immer vor Entscheidungen eingehend beraten zu lassen. Trump ist in mehrerer Hinsicht ein Risiko. Clinton weniger. Sie hat nicht nur die nötige Intelligenz, auch das Wissen und die Regierungserfahrung. Sie ist kühl und überlegt.“ „Und wie glaubst du, geht die Wahl aus?“ „Es gibt viele Verlierer des amerikanischen Traums. Die setzen ihre Hoffnung eher in einen emotionalen Kraftmeier. Der kann das Steuer herumreißen, meinen sie. Es ist leider wie Trump über Amerika sagt: „Wir sind ein großartiges Land, aber wir sind so tief gesunken.“

 

 

 

 

 

 

Paterson, ein Film für Poeten

Gestern den Film Paterson (Regisseur Jim Jarmusch) gesehen.

Paterson ist Busfahrer in der gleichnamigen Stadt Paterson, einem grandiosen Kaff, in dem die Leben der Einwohner maximal ereignislos sind. Eins der sparsamen Highlights des Kaffs ist der freundliche Umgang nahezu sämtlicher Einwohner miteinander. Ausgerechnet Paterson gewinnt dem trögen Dasein Poesie ab. Er ist umfassend gebildet und ein begabter Dichter. Bevor er mit der Arbeit beginnt, schreibt er kurze Gedichte in sein kleines Notizbuch, und auch jede Arbeitspause nutzt er hierfür. Zunehmend wird alles Poesie, selbst Sätze der Barbesucher der muffigen Bar, in der Paterson allabendlich um dieselbe Zeit sein Bier trinkt, erscheinen poetisch.

Ich sehe schon Hunderte von Filmgängern irgendwo in der Stadt oder im Grünen auf Bänken, Mäuerchen, Mülltonnen sitzen und Gedichte in ihre Notizbücher kritzeln.

 

Divide et impera?

„Was meinst du, Olivia, wie lange wird der Krieg in Syrien noch dauern?“ „Garfield: du stellst mir doch nur Fragen, weil du darauf brennst, die Antwort selbst zu geben.“ „Schmoll.“ „Na sag‘s doch.“ „Also, wenn du meine Meinung nicht wissen willst …“ „Doch äh. Sag es endlich…“ „Wie du meinst … Also der Krieg dauert so lange, bis der IS in Syrien bekämpft ist und die Parteien sich darauf geeinigt haben, wie sie das Land verteilen.“ „Welche Parteien?“ „Was kriegt Asad unter Putins Schirmherrschaft. Was bekommen die Asad Oppositionellen, die Rebellenmilizen, die gemäßigten, insbesondere die FSA (Freie Syrische Armee) und die kurdischen Rebellen (YPG), die beiden letzteren unter amerikanischer Schirmherrschaft, und was bekommt die Türkei. Ohne deren Bodentruppen wird der Kampf gegen den IS nicht so rasch zum Erfolg führen, die kriegen also auch ein Stück vom Kuchen oder zumindest eine kurdenfreie Pufferzone.“ „Du meinst also, Syrien ist inzwischen ein Kuchen geworden, über dessen Aufteilung man sich im Hintergrund streitet. Und was ist mit dem Iran auf seiten Asads, bekommt der auch was? Und Saudi-Arabien auf der Gegenseite?“ „Also, wir reden hier jetzt nur mal über die territorialen Kräfte, die Kräfte in der näheren Region … Der Kuchen wird also verteilt, bevor man ihn in der Hand hat.“ „Die beste Lösung wäre ein Syrien ohne Asad gewesen, das ohne Teilung langsam den Weg zur Demokratie findet.“ „Tja, den Kerl kriegt man aber nicht so schnell los, wo er noch durch Russland unterstützt wird. Da sagt sich die Gegenseite, bereite dem Konflikt ein Ende durch Teilung. Divide et impera. Jede der regionalen Parteien (Asad, bestimmte Rebellen und Türkei) erhält etwas, dafür herrschen sie später gemeinsam, und nicht etwa einer allein, nach Bekämpfung des gemeinsamen Feinds IS.“ „Und was machst du mit den nicht gemäßigten Rebellen, etwa dem al-Qaida-Ableger der al-Nusra-Front? Die hat im Verlauf des Konflikts ihre Präsenz gewaltig ausgebaut. Oder der Islamischen Front, die von Saudi-Arabien unterstützt wird und ebenso die Demokratie ablehnt?“ „Die müssten wie der IS bekämpft werden.“ „FSA und Islamische Front arbeiten aber zusammen und weniger moderate Teile der FSA arbeiten auch mit der al-Nusra-Front zusammen. Am Ende gibt es gar keinen Kuchen, weil zu viele Köche den Brei verderben … Du siehst mich so seltsam an?“ „Es gibt noch ein weiteres Problem. Wenn welche zu viel vom Kuchen, zu große Stücke wollen, funktioniert das Divide et impera auch nicht …“ Kuchen Garfield

 

Das kleinere Übel

„Garfield, wie kommt es, dass du nicht mehr über Erdogan schimpfst? Hast du auf einmal deine Meinung geändert?“ „Quatsch, Erdogan ist bei mir unten durch. Wir haben jetzt zwar eine Diktatur in der Türkei, aber was ist die Alternative? Wird er gestürzt, vielleicht ein Bürgerkrieg? Das wäre noch schlimmer. Dann kommen dort noch extremere Kräfte zum Zug. Womöglich wie im Irak, Syrien und Libyen. Für Europa ist er noch ein verlässlicher Partner. Er erfüllt seinen Teil aus dem Flüchtlingsabkommen.“ „Weil es opportun ist, sollen wir also mit Diktatoren schmusen?!“ „Tja, es gibt zwei Elemente, um den islamistischen Terror in Griff zu kriegen. Du brauchst stabile Staaten im Mittleren und Nahen Osten, stabile Demokratien wären natürlich schöner, und du brauchst eine klare Ausgrenzung der Terroristen aus der übrigen muslimischen Bevölkerung, am besten durch diese Bevölkerung selbst. Papst Franziskus hat das Attentat von Rouen genau ins richtige Licht gerückt; er sprach nicht von einem Krieg der Religionen: „Es ist ein Krieg um Interessen, ein Krieg um Geld, ein Krieg um Ressourcen der Natur.“ karatekater--1150384483278-

Der Postkartenmaler und die Busfahrer

Busfahrer1„Was haben Erdoğan, Maduro und Hitler gemein?“ Ich verschlucke mich am Mogenkaffee und kann nicht gleich antworten. Garfield spricht weiter: „Erdoğan hat 1981 einen Abschluss in Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften an der Marmara-Universität gemacht. Die gab’s zu der Zeit aber noch gar nicht. Die wurde unter dem Namen erst ein Jahr später gegründet. Der Dekan und der Rektor, die das Diplom unterschrieben haben, waren erst ab 1982 im Amt. Und auf der Internetseite der Nahverkehrsgesellschaft der Stadt Istanbul liest du, dass Erdoğan bis 1981 bei der Nahverkehrsgesellschaft vollzeitbeschäftigt war.“ „Ich hab’s. Genau wie Maduro! Maduro war auch Busfahrer …“ „Nahe dran, Olivia. Maduro hat nach seinem Schulabschluss nicht studiert, sondern begann bei den U-Bahnen der Metro Caracas zu arbeiten.“ „Also quasi zwei Busführer … Äh, aber Hitler hat doch nicht im öffentlichen Verkehr gearbeitet …“ „Darum geht’s auch nicht. Mann, Olivia!“ „Was haben die drei also dann gemein?“ „Alle drei haben gemein, dass sie für den Regierungsjob total lausig qualifiziert waren. Der Führer war noch lausiger qualifiziert. 1907 bewarb Hitler sich erfolglos an der Wiener Kunstakademie. Ab 1910 hat er Geld mit dem Nachmalen von Wiener Postkarten verdient.“ „Willst du vielleicht am Ende sagen: Diktatoren werden typischerweise solche, die für Staatsämter alles andere als die geeignete Ausbildung bzw. den geeigneten Werdegang haben?“ „Bingo. Nur: nicht jeder Postkartenmaler wird Diktator. Es fehlt noch was.“ „So? Was denn?“ „Ein übersteigertes Selbstbewusstsein. Das gibt’s übrigens häufig bei Minderwertigkeitskomplexen.“ „Ah!“ „Du traust dir alles zu, kommst mit Chuzpe in ein hohes Staatsamt, bist aber miserabel ausgebildet, völlig ungeeignet, und stehst bald vor einem Berg von Problemen, die du, da du nicht durchblickst und dennoch handelst, auch selbst verursachst. Und was tust du dann?“ „Ja, was?“ „Du greifst zu dem Mittel der Lösung von Problemen, das dir am einfachsten erscheint. Zu Gewalt.“ Bus3

 

Regrexit

„Kannst du dir Europa ohne England vorstellen, Olivia? Europa spricht englisch, das ist unsere gemeinsame Sprache! …“ „Schon zu spät.“ „Quatsch, das Referendum ist unverbindlich, das Parlament muss noch zustimmen.“ „Ob die die guts haben, in der EU zu bleiben?“ „Cameron hat schlimmen Mist gebaut. Ganz Europa aufs Spiel zu setzen aus Machterhaltungsgründen. Es wäre am einfachsten, das Parlament lehnt das Referendum ab.“ „Schwierig, die Bevölkerungsmehrheit zu ignorieren. Wenn nur Cameron das Problem wäre.“ „Die EU-Politik muss sich grundlegend ändern, Schluss mit dem Sparwahn. Vernünftige Regelung der Zuwanderung. Unterschiedliche Regeln für unterschiedliche Länder. Kein Land alleine, egal wie stark es ist, bestimmt wo’s langgeht.“ „Ha, wenn alles so einfach wäre.“ „Am schwierigsten wäre es, den Austritt des UK zu bewältigen. 1985 gab es einen Präzedenzfall. Grönland, ein Teil Dänemarks, trat aus der Europäischen Gemeinschaft aus. Das hat sich über mindestens 10 Jahre hingezogen, und in dem Fall ging es nur um ein paar Fischereifragen. Der Austritt des UK dauert dann etwa 120 Jahre. Die Beamten der EU wären schlicht überfordert.“

 

Niedriglöhne

Garfield Zeitung lesendGarfield sieht nichtmal hinter der Zeitung hervor, als ich mich an den Kaffeetisch setze. „Europa wird immer ärmer,“ grummelt er. „Der Binnenkonsum ist in den letzten 20 Jahren zusammengebrochen.“ „Was meinst du damit?“ „Im Zuge der Globalisierung sind die Löhne und Gehälter und die Renten und Pensionen gedrückt worden. Sogar die Bundesrepublik ist ein Niedriglohnland geworden. Und jetzt können wir unsre eigenen Produkte nicht mehr kaufen.“ „Du meinst wohl, da die EZB nicht mehr viel wirksamen Handlungsspielraum hat, es sei denn, gewisse gesetzliche Rahmenbedingungen, wie etwa der Maastrichtvertrag, werden verändert, soll die Politik Geld mit dem Helikopter abwerfen?“ „Schnurr. Löhne, Gehälter, Renten …, alles muss rauf.“ „Und wie willst du dann noch in einer globalen Wirtschaft konkurrenzfähig sein?“ „Du machst es mit Steuersenkungen. Nimm die Schweiz, die ist konkurrenzfähig, und im Land selbst sind die Löhne obszön hoch, bei akzeptablen Steuern. Die Kerle sind reich geblieben in einer ringsum verarmenden Welt. Es kann klappen.“ „Hm, Garfield. Und was wären dann akzeptable Steuern für dich persönlich?“ „25 % vom Einkommen würde ich akzeptabel finden und auch zahlen. Da liegt die Schmerzgrenze. Und ab da beginnt für mich die Steuerflucht.“ „Zum Glück musst du als Kater keine Steuern zahlen.“ „Aber du müsstest für mich Steuern zahlen.“ „Wi-wieso? Du bist mir doch nur zugelaufen. Ich wollte dich gar nicht! Ich bin damit, meiner Meinung nach, gar kein Katzenbesitzer  …“ …

Zahlen, um nichts zu verdienen

Meine Nachbarin spricht mich im Treppenhaus an, als ich gerade aus meiner Wohnung raus will.  Sie klingt fröhlich. „Olivia, wusstest du, dass du zur Klasse der zukünftigen Berufstätigen gehörst?“ Was meint sie bloss, denke ich. Neulich sagte sie doch noch, ich sei nie berufstätig gewesen. Zu schreiben sei kein Beruf. „Du verdienst nicht nur nichts, du musst für deine Tätigkeit sogar bezahlen!“, platzt sie heraus. „Facebook-Werbung, ich hab’s gesehen. Will gar nicht wissen, wie hoch deine Druckkosten sind und … Huch!“ Garfield schlüpft durch den Spalt in der Tür und streift an ihren Waden vorbei. „Die Frau hat recht. Es wird in Zukunft immer weniger Arbeit für immer mehr Leute geben. Insbesondere die Jungen bleiben global auf der Strecke. Da kann’s schon sein, dass man zahlen muss, um überhaupt arbeiten zu dürfen.“ Meine Nachbarin starrt auf Garfield. Sie ist ziemlich bleich geworden, steht da wie gelähmt. „Ich frag mich nur, wo das Geld herkommen soll? Wer verdient noch was? Produkte werden nicht nur zunehmend auf Kredit mit Nullzinsen verkauft, Produkte müssen bald schon verschenkt werden, um Abnehmer zu finden. Und wenn ich schon keinen Kühlschrank mehr kaufen kann, wie soll ich da eine Arbeit kaufen können …“ „Aaaaaah. Hilfe!“, schreit meine Nachbarin. „Tun Sie das Vieh weg!“ Sie hat anscheinend noch nie einen sprechenden Kater erlebt. Ich verkrümle mich mit Garfield sofort wieder in meine Wohnung. Mir ist gar nicht gut. Auch ich verschenke schon meine Bücher, um Abnehmer zu finden. Seiner Zeit voraus zu sein, ist nicht gut, gar nicht mehr gut heutzutage.

Verdünnte Atmosphäre

„An was denkst du, Olivia?“ fragt mich Garfield beim Frühstück. „Dass sich die Atmosphäre immer mehr verdünnt.“ „Was meinst du mit Atmosphäre? Die Luft um uns herum?“ „Also gestern Abend sah ich im Fernsehen den Film „Die Katze“ mit Simone Signoret und Jean Gabin. Und der Film hatte unglaubliche Atmosphäre. Er hat mich berührt. Nicht nur das Schauspiel, die transportierten Gefühle; das Gesamte, die Stimmung, die der Film ausstrahlt … Du reist im Geist anderswohin.“ „Hm“, brummt Garfield nachdenklich. „Ich hab „Die Katze“ auch schon gesehen. Alles alte Filme, die so ne Wirkung haben. Die letzten der Art stammen vielleicht aus den achtziger Jahren. Ich glaub, ich weiß, was du meinst. Es ist so was wie Farbe. Die alten Filme hatten mehr Farbe, die neuen sind eher schwarz-weiß. Schwer zu fassen, was Atmosphäre ist. Wie entsteht überhaupt Atmosphäre?“ „Meine Vermutung ist, Atmosphäre entsteht dadurch, dass alles, was geschieht, einschließlich unserer Gedanken und Gefühle, um uns herum in einem Feld gespeichert wird, und von uns dann wieder mehr oder weniger deutlich wahrgenommen werden kann. Wenn du alles nur noch flüchtig machst, schnell, schnell, in Fließband-Manier, wie die heutigen Filme, wenn Handlungen und Ereignisse zu schnell und wahllos aufeinander folgen, dann sind die Produkte auch flüchtig, wenig ausgeprägt. Atmosphäre entsteht so kaum mehr, verdichtet sich nicht.“ Garfield kratzt sich mit der Pfote ein Ohr. „Können wir das auch weniger metaphysisch sehen?“ „Das Feld ist ein Feld der Physik, Garfield. Hier geht’s nicht um Metaphysik.“ „Okay, okay. Ich meinte nur, bleiben wir mal an unserer alltäglichen Oberfläche. Könnte es dann nicht auch mit der Globalisierung zu tun haben? „Die Katze“ hat ne ausgesprochen französische Stimmung. In Paris sieht’s aber bald aus wie in Shanghai. Die Franzosen sind bald nicht mehr französisch. Wir sind bald alle gleich.“ „Das würde erklären, dass wir überall bald dieselbe Atmosphäre haben, auch nicht grade tröstlich …“Die Katze mit Jean Gabin

 

 

Das Maß für Demokratie

Garfield prustet mir beim Frühstück Krümel und Kaffeetröpfchen ins Gesicht, so aufgeregt ist er. „Wusstest du, dass 40 % der Deutschen arm sind?“ „Was meinst du mit „arm“?“, frage ich Garfield und mache ein blödes Gesicht. „40 % der Deutschen haben null Erspartes und gucken im Alter in die Röhre.“ „Woher hast du das?“ „Ha, aus ner tollen Quelle. Das sagt Marcel  Fratzscher. Der Mann ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Professor für Makroökonomie und Finanzen, hat übrigens wie du in Florenz studiert und auch in Oxford und Harvard.“ „Hm.“ „Ich hatte schon lange den Verdacht, die Deutschen sind arm. Die deutsche Politik hat nicht nur Europa kaputt gespart, sondern auch das eigene Land. Und die Armen werden einfach unter den Teppich gekehrt.“ Ich schlucke. „Sowas sollte man nicht mehr Demokratie nennen.“ „Dann definierst du Demokratie wohl neu?“, nuschle ich, mein Croissant kauend. „Überhaupt nicht. Das Wort Demokratie kommt aus dem Griechischen und bedeutet, so blöd das klingen mag, „Volksherrschaft“. Ein demokratischer Staat darf also nicht die legitimen Interessen großer Gruppen von Bürgern einfach ignorieren. Bei 40 % Armen, und hier werden Interessen eklatant ignoriert, handelt ein Staat nicht mehr im breiten Bürgerinteresse. Für mich ist das keine Demokratie mehr.“ Mir bleibt der Bissen im Hals stecken. Kater dünn

 

 

Der türkische Plan

Figur2Garfield politisiert jetzt auch noch beim Abendessen. Er gibt keine Ruhe. „Olivia! Weisst du überhaupt, worum’s in dem türkischen Plan geht?“ Ich schlucke meine Spaghetti. „Der türkische Ministerpräsident Davutoglu hat sich bereit erklärt, Flüchtlinge aus Griechenland zurückzunehmen. Dafür soll die EU genauso so viele Syrer direkt aus der Türkei aufnehmen und auf die einzelnen Mitgliedstaaten verteilen. Der Plan ist human und intelligent, auch wenn er zunächst wie ein Nullsummenspiel aussieht.“ „Aber der Plan hat ein Problem!“ „Und?“ „Er ist im Kanzleramt ausgedacht worden.“ „Hm.“ „So funktioniert’s nicht. Europa ist nicht dafür gedacht, dass ein Land diktiert und die andern vor vollendete Tatsachen stellt. Möchtest du ein wichtiges Thema zur europäischen Politik machen, dann musst du vorher bei allen den Konsens suchen.“ „Hm. Wenn nur nicht die Zeit davonliefe.“

Ubi bene ibi patria

Katze lächelnd 2Garfield verschluckt sich beinahe am Morgenkaffee, prustet. „Weisst du, was die neue Politik ist?“ Mich erwischen Spucketröpfchen an der Backe. „Nichtstun! Sie warten, dass sich die Dinge von alleine erledigen.“ „Wer? Was?“ „Merkel tut nichts und lässt die andern die Grenzen schliessen. Obama tut nichts und lässt Syrien auf eine Zwei-Staaten-Lösung zudriften, ein Teil Assad, der andere Teil, wer weiss? Vielleicht werden es auch Teile?“ „So wenig tut Merkel auch wieder nicht. Heute Abend trifft sie den türkischen Premier, die Türkei soll der EU helfen, den Flüchtlingsstrom einzudämmen. Und macht ja bereits einige Zugeständnisse. Und morgen ist der EU-Gipfel.“ „Du glaubst doch nicht im Ernst, dass es da eine europäische Antwort gibt, was die Verteilung der Flüchtlinge auf Mitgliedsstaaten angeht.“ „Uff.“ „Manchmal denke ich, Olivia, das Römische Reich war in Sachen Migrationspolitik dem heutigen Europa überlegen. 212 n. Chr. hat Kaiser Marcus Aurelius Severus Antoninus (genannt Caracalla) per Dekret allen „Fremden“, die im Reich sind, einfach ad hoc das römische Bürgerrecht verliehen.“ „Naja,  oppositionelle Kreise waren damals der Meinung, die Ausdehnung des Bürgerrechts habe vor allem den Zweck gehabt, die Betroffenen verschiedenen Steuern zu unterwerfen, die nur von römischen Bürgern zu bezahlen waren.“ „Trotzdem, er hat’s riskiert. Und die Eingebürgerten kamen auch in den Genuss grosser Vorteile. Die hatten dann den Wahlspruch: Ubi bene ibi patria. Wo es mir gut geht, da ist meine Heimat. Und sie waren Rom treu.“

 

Eine humanitäre Geste

Katze lächelnd 2Garfield spricht schon, bevor ich noch am Kaffeetisch sitze. „Hast du schon gehört. Soundsoviele Flüchtlinge fliegen schon wieder zurück, weil sie so mies untergebracht sind und für unabsehbare Zeit rumhängen müssen, ohne arbeiten zu dürfen.“ Ich schlafe noch halb. „Lade ich jemanden zu mir ein und sag ihm dann, du musst leider draussen im Zelt übernachten? Hä?“ „N-nö.“ „Weisst du, es ist schade. Jetzt ist bei den Deutschen zum ersten Mal eine grosse humanitäre Geste gelaufen, die die Welt zum ersten Mal denken lässt: das ist ein neues Deutschland, dieses Land hat sich meilenweit von der Nazi-Vergangenheit entfernt. Zum ersten Mal haben die Deutschen im Ausland so etwas wie Sympathie. Das ist ein historischer Moment. Und jetzt verscherzen sie es vielleicht wieder.“ Ich wache nun doch auf. „Der deutsche Staat hat den blöden Ehrgeiz, weiter zu sparen und spart dort, wo kaum mehr gespart werden kann. Die Flüchtlinge dürfen nicht zuviel kosten …“ „Und was schlägst du vor?“ „In so einem Fall muss man doch drauf dringen, die Budgetdefizitgrenzen in der EU zu erweitern. Die Länder, die helfen, dürfen mehr Schulden machen. Das ist schliesslich eine Notsituation.“

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