Trumpary

Tromperie

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„Wen wirst du wählen, Garfield: Trump oder Hillary?“ „Ha, das möchtest du gerne wissen …“ „Wenn du es nicht sagen willst, dann nehme ich an, du wählst Trump, den zukünftigen Diktator.“ „Ich glaube nicht, dass Trump zu der Sorte gehört. Er ist zu pragmatisch.“ „Pragmatisch!?“ „Diktatoren sind meistens unflexibel, sie tun stur das, was sie schon in ihrer Jugend tun wollten. Und sie bleiben dabei. Guck dir Hitlers „Mein Kampf“ an, da ist schon alles drin, was er später der Welt eingebrockt hat. Er hat sich stur dran gehalten. Für sie ist etwas entweder schwarz oder weiß. Diktatoren sind Ideologen. Ideologen sind keine Pragmatiker.“ „Und Trump?“ „Trump wechselt sofort die Meinung, wenn es opportun für ihn ist. Weißt du noch, wie er sagte: „Meine Gegner? Der kleine Marco Rubio und der Lügner Ted Cruz. Ich werde sie brutal schlagen.“ Jetzt hat er Ted Cruz zu seinem wichtigsten Unterstützer gemacht. Für Trump kann etwas in einem Moment schwarz, im andern weiß sein.“ „Ein politischer Lackmustest …? Da kann ich nicht mal schmunzeln. Wenn ich denke, was der Kerl so von sich gibt an unüberlegten Äußerungen. Da wird mir angst und bange. Nachdem das „Time“-Magazin die Merkel zur „Person des Jahres“ gewählt hat, sagte er: „Sie haben die Person gewählt, die Deutschland und Europa ruiniert.“ „Das denken viele, sagen’s aber nicht.“ „Oder US-Präsident Barack Obama habe die Miliz Islamischer Staat (IS) gegründet. Also ich bitte dich!“ „Irgendwann hat er in diesen Satz noch die Bushs mit einbezogen, deren Politik Obama im Nahen Osten lediglich fortgeführt haben soll, die hat er dann aber schnell wieder ausgelassen, die gehören ja zu seinem eigenen Camp. In der Tat ist es doch so, dass in den Irak-Kriegen alle staatlichen Strukturen wie Militär, Polizei etc., zerstört und nicht wieder durch neue ersetzt worden sind. Es entstand in dem Land ein Vakuum, in dem sich dann erst die Extremisten ausbreiten konnten. Trump hat nicht ganz unrecht. Er formuliert es nur unter der Gürtellinie. Ein Grund für seinen Erfolg ist, er sagt, was viele denken, aber nicht auszusprechen wagen. Aber aus Opportunitätsgründen würde er es auch wieder jederzeit zurücknehmen. Deshalb halte ich ihn nicht für extrem gefährlich.“ „Aha. Und für gefährlich …?“ „Risiko beinhaltet er schon.“ „Du überraschst mich. Und das wäre deiner Ansicht nach?“ „Trump erinnert mich stark an Berlusconi. Berlusconi war zwei Milliarden im Minus als er Ministerpräsident in Italien wurde, in andern Worten, pleite. Nach seiner Staatsämterzeit war er neun Milliarden im Plus, munkelt man.“ „Du meinst, Trump will sich im Amt sanieren …“ „Clinton hat eine Anspielung darauf gemacht. Eine sehr indirekte. Trump sei wohl nicht so reich wie er vorgäbe, weil er seine Einkommenssteuererklärung nicht veröffentlichen wolle. Leute wie Berlusconi betrachten den Staat wie eins ihrer Unternehmen, wie ihr Eigentum. Putin fällt mir da auch ein. Russland gehört Putin. Ein Busenfreund Berlusconis, mit dem sich auch Trump nach eigener Aussage gut verstehen würde.“ „Hm, interessant. Wie ist dann deine abschließende Bewertung, Garfield?“ „Trump trifft häufig den Nagel auf den Kopf. Er kann aber auch daneben liegen, einen Schnellschuss mit Folgen fabrizieren, ohne auf seine Berater zu hören, fürchte ich. Reagan hätte wahrscheinlich viel Unsinn anrichten können, hatte aber die Intelligenz, sich immer vor Entscheidungen eingehend beraten zu lassen. Trump ist in mehrerer Hinsicht ein Risiko. Clinton weniger. Sie hat nicht nur die nötige Intelligenz, auch das Wissen und die Regierungserfahrung. Sie ist kühl und überlegt.“ „Und wie glaubst du, geht die Wahl aus?“ „Es gibt viele Verlierer des amerikanischen Traums. Die setzen ihre Hoffnung eher in einen emotionalen Kraftmeier. Der kann das Steuer herumreißen, meinen sie. Es ist leider wie Trump über Amerika sagt: „Wir sind ein großartiges Land, aber wir sind so tief gesunken.“

 

 

 

 

 

 

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