Wenn du die Probleme nicht benennen darfst, wie willst du sie dann lösen?

„Enteignung zur Linderung der Wohnungsknappheit ist übelste Fantasielosigkeit!“ „Garfield, ruhig Blut, du kriegst ja geblähte Backen.“ „Woher kommt denn überhaupt das Problem der zu wenigen Wohnungen zum erschwinglichen Preis?“ „Sag‘s Garfield, du weißt es doch ohnehin.“ „Vom gigantischen Zuzug von Asylsuchenden.“ „Was guckst du mich so feindlich an, Garfield?“ „Dieser Zuzug wäre vermeidbar gewesen.“ „Aha. Und wie? … Mein Gott, roll doch nicht so die Augen.“ „Weißt du, Olivia, wieviele Asylsuchende die USA unter Obama jährlich aufgenommen haben?“ „N-nein?“ „50 000.“ „Ff…“ „Bei Trump sind es nur noch 25 000. Die Bundesrepublik war womöglich das einzige Land, das keine Begrenzung hatte. Es konnten Millionen kommen und mussten zugelassen werden.“ „Hm, das ist immer noch das schlechte Gewissen aus der Geschichte. Man hat sich vom Naziregime distanziert. Ursprünglich hat allerdings die Konkurrenz der politischen Systeme in Ost und West im Kontext des Kalten Krieges und die bevorstehende Teilung Deutschlands unser weitgehendes Grundrecht auf Asyl noch mehr geprägt.“ „Dann ist es auch noch veraltet. Wie dem auch sei …, kein anderes Europäisches Land versteht jedenfalls, dass wir so offen für Asylsuchende sind. Und die Einigung neulich auf eine Obergrenze von 200 000 ist doch ein Witz. 200 000 pro Jahr mit Familienzuzug, das könnte die USA vielleicht schaffen. Wir sind dafür aber schlicht zu klein.“ „Aber die Aufnahme von Flüchtlingen ist doch humanitär. Deutschland tut im Grunde heute, was das Naziregime nie gemacht hätte … Du lachst?“ „Die Zuwanderer sind hauptsächlich Antisemiten, das hätte auch den Nazis gefallen.“ „ -.“ „Wenn es nur darum geht, sich vom Naziregime der Vergangenheit abzuheben, dann erteilt man unbeschränktes Asyl an Bürger jüdischen Glaubens. Das lag eigentlich immer schon nahe. Warum hat das bisher niemand gemacht? Zu viele Altnazis an den Schaltstellen der Macht? Im Übrigen kann man das Asylkontingent auf eine Zahl beschränken, die, wenn wir die USA unter Obama zum Vergleich nehmen, in Deutschland unter 10 000 pro Jahr liegen müsste.“ „Ja, dann heißt es doch wieder, wir seien ausländerfeindlich.“ „Quatsch. Das Land sucht sogar Ausländer, die zuziehen. Qualifizierte Kräfte. Über das Einwanderungsgesetz. Das diese Luschen im Bundestag noch immer nicht verabschiedet haben. Hier werden immer Dinge miteinander verquickt, die nicht zusammengehören.“ „- ? -“ „Wenn du weniger Flüchtlinge aufnehmen willst, dann nennen sie dich ausländerfeindlich, auch wenn du liebend gerne Ausländer über das Einwanderungsgesetz einwandern lassen möchtest. Wir kommen in ein Dilemma. Wenn du die Probleme nicht benennen darfst, wie willst du sie dann lösen?“ „Und wie würdest du dann das Problem der Wohnungsknappheit lösen?“ „Das erklär ich doch gerade. Änderung des Asylrechts und des Kontingents aufzunehmender Flüchtlinge. Ansonsten kann der Staat Anreize zum privaten Bauen schaffen. Steuervergünstigungen etc. Und der Staat, der die Situation ja mitverursacht hat, sollte selbst bauen, den sozialen Wohnungsbau wieder ankurbeln. Sicher gibt es noch einen Haufen weiterer Maßnahmen. Ich kann nicht alles wissen, ich bin schließlich nur ein sprechender Kater.Enteignung

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